Bericht über die Betreuung der Naturareale 2024
Daniel Zwygart, Mitgärtner Parz. 9783
Im Areal des Familiengartenvereins Lacheweg gibt es 4 Parzellen, die seit einigen Jahren der Verpachtung entzogen wurden. Ihr Hauptzweck ist die Förderung der Biodiversität im Areal. Insbesondere soll der hohe Bestand an Gartenrotschwänzen gesichert werden. In allen Parzellen gibt es seit längerem Holznisthilfen für Wildbienen sowie Asthaufen und andere Unterschlupfmöglichkeiten für Amphibien und Reptilien.
Im Frühjahr 2024 wurden von einer Gartenbaufirma Trockenmauern gebaut, Wildpflanzen (v.a. als Nahrungspflanzen für Wildbienen) und zusätzliche Bäume resp. Sträucher gepflanzt. Im Herbst 24 wurde unter anderem eine grosse Brennnesssel-Tobinamburfläche gesäubert.
Seit Frühsommer 2024 betreut der Schreibende die Flächen. Das Gras wird periodisch kleinräumig mit einem Balkenmäher gemäht. Ein Balkenmäher mäht schonender als ein Rasenmäher. Erstens bewegen sich die Messer langsamer, zweitens sieht man grössere Tiere, die flüchten möchten und kann anhalten. Das Gras wird auf der Parzelle getrocknet, damit Lebewesen sich entfernen können und Samen der Blütenpflanzen abfallen können. Das Heu wird anschliessend abtransportiert.
Teile der Parzelle bleiben ungemäht und bieten somit mit blühenden Pflanzen und Verstecken ideale Lebensbedingungen. An Stellen, wo das Gras gemäht wurde, können Vögel besser Futter finden. Im Laufe des Jahres werden 90 Prozent der Fläche mindestens einmal gemäht.
Zusätzlich wurde begonnen, Nistmöglichkeiten in Form von sandigen Arealen für weitere Wildbienenarten zu gestalten. (vgl. Bilder)
Die eingezeichneten roten Flächen in der Luftansicht (Bild rechts) sind Naturareale. Fotos: © D. Zwygart, 2024.
Ausblick 2025
Neben Baumschnitt und Mäharbeiten sollen die folgenden Arbeiten angegangen werden:
1. Überwachung und Neugestaltung der Brennnessel-Topinambursäuberungsfläche
2025 muss ein Augenmerk auf die Brennnesselfläche gelegt werden. Es ist anzunehmen, dass an diversen Orten aus Wurzelresten neue Brennnesseln austreiben werden. Diese sollen entfernt und in einem abgegrenzten, deutlich kleineren Bereich eingepflanzt werden. Die Abgrenzung könnte beispielsweise mittels Wurzelspeere erfolgen.
Sobald die Fläche dauerhaft gesäubert ist, kann sie neu gestaltet werden. Ideen: Benjeshecke, Ansaat Wildblumenwiese, ev. Sandinsel für Wildbienen.
2. Gestaltung einer Kies-Sandfläche
In der Fläche mit dem Vorkommen von Kreuzkröte und Geburtshelferkröte soll zusätzlich eine Kies-Sandinsel gestaltet werden.
3. Beobachtungen zur Benutzung der im Jahr 2024 erstellten Sandinsel
Es dürfte spannend sein zu schauen und zu dokumentieren, inwiefern der Sand im ersten Jahr schon von Wildbienen besiedelt wird.
Tier- und Pflanzenwelt 2024:
Es wurden keine systematischen Bestandesaufnahmen der Pflanzen- und Tierarten auf den Naturflächen gemacht.